Vorfäsnächtlicher Umzug des Kindergartens und der Primarschule Liestal Freitag, 17. Februar 2012, 14:00 bis 15:00 Uhr
Ausgezeichnete Schule Mit dem Jan Amos Comenius-Preis für Bildungsinnovation würdigt die Pädagogische Hochschule FHNW hervorragende Projekte aus der Bildungspraxis. Den Preis erhalten können Schulen, Weiterbildungseinrichtungen, einzelne innovative Gruppen von Lehrpersonen oder auch eine einzelne Lehrperson. Die Freude war dementsprechend gross, als wir erfahren haben, dass der Preis dieses Jahr an das Projekt "Pädagogik der Vielfalt" des Fraumattschulhauses Liestal geht. Seit zweieinhalb Jahren wird im Fraumattschulhaus die Kompetenz im Umgang mit Heterogenität gefördert. Individualisieren und Differenzieren sind wichtige Lernkompetenzen im Schulunterricht, die es ermöglichen, dem einzelnen Kind gerecht zu werden. Am Projekt beteiligen sich alle Klassen des Schulhauses Fraumatt und die dazugehörigen Kindergärten. Es ist in den letzten Jahren zur Normalität geworden, dass ein Fünftel aller Lernenden einen ausländischen Pass besitzt. Je nach Schulhaus - z.B. Fraumattschulhaus - können es bis zu vier Fünfteln sein. Zudem bilden heute Kinder aus unterschiedlichsten Lebenserfahrungen und Begabungen, Kinder mit unterschiedlichsten weltanschaulichen und religiösen Prägungen und Kinder unterschiedlichster kultureller und sprachlicher Herkunft unsere Schülerschaft. Die Schule der Vielfalt ist heute eine Realität. Diese Heterogenität positiv zu nutzen und dabei die Qualtiät des Unterrichts und die Chancengleichtheit für alle zu garantieren: Das ist heute die grosse Herausforderung des Bildungswesens, die unter dem Begriff der "Pädagogik der Vielfalt" zusammengefasst werden kann. Ganz verschiedene Kinder (Hochbegabte, Lernbehinderte, Verhaltensauffällige, Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten und unterschiedlicher kultureller Herkunft ebenso wie Knaben und Mädchen) sollen ihrer Eigenart gemäss lernen können und in ihrer individuellen Entwicklung professionell begleitet und gefördert werden. Damit ich recht verstanden werde: Das ausgezeichnete Projekt ist nicht primär das Verdienst der zuständigen Politikerinnen und Politiker. Ihre Aufgabe besteht darin, Freiräume für die erarbeiteten Zielsetzungen zu schaffen und der Schulleitung und den Lehrpersonen den Rücken für Innovationen freizuhalten. Zu würdigen gilt es in erster Linie das Engagement der Schulleitung (Jean-Bernard Etienne), der Projektgruppe (Andrea Lubbers, Yael Graber, Brigitte Grossmann) und des gesamten Kollegiums des Fraumattschulhauses. Es muss hoch geschätzt werden, dass ein ganzes Kollegium einstimmig verbindliche Massnahmen für alle Lehrpersonen beschliesst und umsetzt, um den vielfältigen Voraussetzungen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Geplant und umgesetzt hat das Modell "Pädagogik der Vielfalt" die Projektgruppe als Vertreterin des Kollegiums. Die Schulleitung hat das Projekt initiiert und tatkräftig unterstützt, als externe Beratung stand Tobias Obrist, Dozent für Didaktik an der FHNW; zur Verfügung. Sie alle haben sich stark für das Projekt eingesetzt und engagiert. Ich spreche den Preisträgern die herzlichsten Glückwünsche des Stadtrates und zugleich meine eigenen aus! Ich bin überzeugt, dass das Projekt bald in unsere ganze Schule ausstrahlen wird. Lukas Ott, Stadtrat Vorsteher Departement Bildung und Sport März 2010 Weiteres zum Comenius-Preis an das Fraumattschulhaus und ein Kurzfilm zum Projekt "Pädagogik der Vielfalt finden Sie hier. Zertifizierung der Schule Liestal nach Q2E Kindergarten- und Primarschule Liestal haben das Qualitätslabel "Q2E" erlangt, als erste Volksschule (Kindergarten und Primarschule) Europas. Q2E bedeutet „Qualität durch Evaluation und Entwicklung“. Nach einer Aufbauarbeit von fünf Jahren fand im Frühjahr 2009 die Zertifikatsübergabe im Rathaus Liestal anlässlich einer schlichten Feier statt. April 2009 NEU: Sprachlerngruppen Fremdsprachige Kinder möglichst früh – im Vorkindergartenalter – mit unserer Sprache vertraut zu machen, dies bezweckt das neue Projekt „Sprachlerngruppen“. In der Sprachlerngruppe werden die Kinder nicht nur spielerisch und altersgerecht in der deutschen Sprache, sondern auch im Erwerb von Fähigkeiten wie Schneiden, Leimen, Ausmalen und im Umgang mit einer grösseren Gruppe Kinder gefördert. Die Eltern werden intensiv miteinbezogen. Sie lernen unser Bildungssystem, Angebote wie die Ludothek oder die Bibliothek kennen. Lehrpersonen mit spezieller Ausbildung leiten zweimal wöchentlich während zwei Lektionen (insgesamt 4 Lektionen pro Woche) die Förderung in Gruppen von 8 bis 9 Kindern. Erfreulich viele Eltern haben ihre Kinder angemeldet, und so konnten wir im August 2009 mit 3 Gruppen starten. September 2009 Projekt Deutsch-Standard im Kindergarten Unsere Kinder profitieren vom Einsatz der Standardsprache im Kindergarten. Dies zeigt ein im letzten Schuljahr abgeschlossenes Projekt an der Schule Liestal. Ist es von Vorteil, wenn in Kindergärten mit hohem Anteil an Fremdsprachigen in Standard-Deutsch statt in Mundart unterrichtet wird? Diese Frage hat sich die Schule Liestal gestellt und im Schulprogramm festgehalten, dies mit einem Schulentwicklungsprojekt zu überprüfen. Im Jahr 2004 startete das Projekt, wissenschaftlich begleitet von Frau Prof. Dr. Mathilde Gyger (Pädagogische Hochschule FHNW) und einem Team von Fachpersonen. In drei unterschiedlichen Modellen wollten wir eruieren, wie und in welchem Umfang der Einsatz der Standardsprache für die Schulkarriere der Kinder am gewinnbringendsten umgesetzt werden kann. Das Ergebnis der Studie finden Sie in einer Kurzfassung in der folgenden PDF-Datei. Dorothée Brian Karaman
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| DSL_Kurzfassung_2010.pdf (379.2 kB) |