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Städtepartnerschaft Liestal - Sacramento




Die Vorgeschichte dieses Austausches ist lang und erstreckt sich über mehrere Jahre. Es waren in erster Linie historische Begebenheiten, die zu einer Vertiefung solcher Verbindung Anlass gaben. Allen voran, der in Kalifornien hochgeschätzte General Johann August Sutter, Sohn des Baselbietes, der als Gründer der Stadt Sacramento in die Geschichte einging. Anlässlich der Feier zum 150 jährigen Bestehens Sacramentos wurde er in Form einer lebensgrossen Bronzestatue gegenüber seinem historischen Fort als Schweizer Auswanderer und amerikanischen Pionier verewigt. An der Einweihung dieser Statue 1989, nahm nebst Vertretern der Gemeinde Rünenberg (dem Heimatort J.A. Sutters) auch eine Delegation der Baselbieter Regierung und der Stadt Liestal teil. Bei diesen Festlichkeiten wurde auch die Partnerschaftsurkunde zwischen der Stadt Liestal, als Hauptstadt des Kantons Baselland, und Sacramento, Hauptstadt Kaliforniens, unterzeichnet. Diese Schwestern-Städte-Partnerschaft kam auf Anfrage der "United Swiss Lodge of California" zustande, um damit die gemeinsamen Bande wieder fester zu schnüren.

Die Auslandschweizerorganisation Sacramentos und die General- Sutter–Gesellschaft hier nutzten diese offiziellen Verbindungen, indem sie in Sacramento Wettbewerbe über J:A. Sutter an Schulen organisierten und den Gewinn eine Reise nach Liestal und den Besuch einer Woche Unterricht am Gymnasium ermöglichten. Dadurch wurde unsere Schule zweimal Gastgeberin für „High School Students“ aus verschiedensten Bezirken Sacramentos.

Johann August Sutter, oder auch „General Sutter“, wurde am 23. Februar 1803 in Kandern (Baden) geboren. Der Heimatort Sutters war Rünenberg BL.
J.A. Sutter war der Sohn des Johann Jakob, Papierarbeiter, und der Christian Wilhelmine Stober. 1828 heiratete er Anna Dübeld von Burgdorf. Johann August besuchte die Schule in Kandern, danach folgte eine kaufmännische Lehre in Basel. Weiter war er Tuchhändler in Aarburg und später in Burgdorf. 1834 flieht Sutter wegen betrügerischem Konkurs nach Ame-rika und überlässt seine Frau und fünf Kinder der öffentlichen Fürsorge.
In Missouri USA versucht sich Sutter als Händler und Farmer; jedoch ohne Erfolg. Als Abenteurer zieht er westwärts und gelangte 1839 in die Provinz des spanischen Vizekönig-reichs Mexiko und wird mexikanischer Staatsbürger.
Er kolonisiert im Sacramentotal ein grosses Gebiet, von dem er im Namen der Obrigkeit die lokalen Indianer vertreibt. „Sein“ Gebiet tauft er Neu-Helvetien, nutzt es landwirtschaftlich und befestigt es 1841 gegen die Indianer. Die Farm kommt mit Kalifornien 1847 zu den USA. Sutter wird US-Bürger und zum General ernannt.
Ein Goldfund auf seiner Farm 1848 hat unkontrollierbare Folgen. Die Angestellten verlassen die Farm, Neu-Helvetien wird von Goldgräbern überschwemmt und verkommt als Farm. Sutter versucht in jahrzehntelangen Prozessen bis zum Bundesgericht in Washington, seinen Besitz zu verteidigen. Am 20. Juni 1880 stirbt Sutter in Washington DC als armer Mann.

Quelle: Personenlexikon des Kantons Baselland
Liestal, 1997

Weitere Details und Information finden Sie unter www.cityofsacramento.org/
 
 

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