Die Liestaler Bevölkerung will keine Stadthalle

15. Mai 2022

Der Stadtrat deutet das Ergebnis der Abstimmung zur Stadthalle vom 15. Mai 2022 als ein «Nein - aber». Die intensiven Diskussionen im Rahmen der Abstimmungskampagne haben aufgezeigt, dass bei den Vereinen unterschiedliche Bedürfnisse an Kultur- und Sportinfrastruktur bestehen. Der Stadtrat will sich nun mit den Vereinen austauschen und weitere Lösungen zur weiteren Optimierung dieser Angebote finden. Denn ein aktives Vereinsleben ist eine wichtige Basis zur Erreichung einer hohen Lebensqualität in der Hauptstadt.

Die intensive Diskussion im Vorfeld der Abstimmung zur Stadthalleninitiative vom 15.5.2022 hat aufgezeigt, dass in der Stadt Liestal unterschiedlichste Bedürfnisse bei öffentlich nutzbaren Räumen für Kultur und Sport bestehen. Dem Stadtrat ist bewusst, dass mit dem Wegfall des Engelsaals ein geeigneter Ort für grössere Kulturveranstaltungen fehlt. Die Sporthallen sind zwar gut ausgelastet. Durch Optimierung der Belegung und kleineren Anpassungen an der Infrastruktur kann die Nutzung für Vereine verbessert werden. Wie bereits in der Vergangenheit, bietet die Stadt Liestal den Vereinen hierzu Hand.

Auch stellen sich hinsichtlich des Wachstums Fragestellungen im Zusammenhang mit der Infrastruktur für Vereine. Einige Projekte zur Steigerung des Angebots auf privater Initiative sind bereits in Arbeit. So hat die EBL kürzlich das Baugesuch für den Ausbau der «Elefantenhalle» zu einem Kulturlokal eingereicht. Die Überlegungen zu einer Weiternutzung des Engelsaals konnten ebenfalls vertieft werden und werden im Verlaufe des Jahres 2022 kommuniziert.

Der Stadtrat will sich weiterhin um die wichtigen Anliegen der Vereine kümmern und unter anderem gemeinsam mit der Vertretung der Vereine, dem Verein «Liestal lebt» (vormals IGOL) an einen Tisch sitzen. Dabei soll die Fragestellung des Infrastrukturbedarfs im Zusammenhang mit dem Wachstum von Liestal eruiert werden.  Hierzu sollen weiterhin auch die Nachbargemeinden einbezogen werden.

Das Nein zur Initiative (68,6 % NEIN) bestätigt den Stadtrat aber auch darin, die im Entwicklungs- und Finanzplan dargelegte Schwerpunktbildung und Priorisierung der Investitionstätigkeit wie angekündigt weiterzuverfolgen. Insbesondere werden in den kommenden Jahren neben den Bauprojekten rund um den Bahnhof und des neuen Stadtparks in der Allee die Instandhaltung und Instandsetzung der älteren Schulbauten, wie auch je nach Entwicklung der Schülerinnen- und schülerzahlen der Neubau von Ergänzungsbauten, im Zentrum stehen.

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