Invasive Neophyten gehören nicht in Liestaler Gärten!

2. August 2022

Neophyten sind Pflanzen, die seit der Entdeckung Amerikas (1492) bei uns absichtlich eingeführt oder versehentlich eingeschleppt wurden und in der Folge verwildert sind. Wörtlich übersetzt bedeutet Neophyten «neue Pflanzen». In der Schweiz haben sich rund 550 Arten angesiedelt. Die Mehrheit dieser gebietsfremden Pflanzen ist gut in unsere Umwelt integriert und hat die heimische Flora bereichert (z.B. die Rosskastanie oder das Kleine Springkraut).
Einige wenige der neuen Pflanzen können sich jedoch als Problempflanzen verbreiten. Man bezeichnet sie als invasive Neophyten. Sie breiten sich stark aus und verdrängen die einheimische Flora. Bestimmte Pflanzen sind gefährlich für unsere Gesundheit, andere können Bachufer destabilisieren oder Bauten schädigen. Zurzeit gelten in der Schweiz 41 Arten als nachweislich schädliche invasive Neophyten und 17 Arten als potenziell schädliche invasive Neophyten. Demnach sind nur etwa 10% der in der Schweiz vorkommenden Neophyten Problempflanzen. Sie sind auch in Liestaler Gärten anzutreffen, ohne dass die dafür Verantwortlichen darum wissen, dass diese ein Problem darstellen.

Wir durften der Juni-Ausgabe des «Liestal aktuell» den Flyer «Problempflanzen im Garten – Was tun?» beilegen. Darin findet sich eine Übersicht über die bei uns meist verbreiteten Neophyten und Alternativpflanzen für Ihren Garten. Diesen Flyer finden Sie auch unter www.neobiota.bl.ch.

Erst in den letzten Jahren ist das Einjährige Berufskraut, die Details finden sich unter https://www.neophyt.ch/html/beruf/beruf.htm, auf dem Vormarsch. Diese Pflanze, welche bei uns als Gartenpflanze eingeführt wurde, zählt ebenfalls zu den invasiven Neophyten, die Samenstände des einjährigen Berufskrauts sind auf jeden Fall mit dem Kehricht zu entsorgen.

 

Vorankündigung Neophytensammeltag im Werkhof Liestal am 20. August 2022

Am Samstagnachmittag 20. August 2022 von 13.00-16.00 Uhr dürfen Neophyten aus Privatgärten im Werkhof kostenlos abgegeben werden. Diese werden der korrekten Entsorgung zugeführt. Eine gesonderte Entsorgung ist nötig, weil manche Neophyten die Vergärung im privaten Kompost überstehen. Auch in der Vergärungsanalage der Firma Biopower in Pratteln, wo das Liestaler Grüngut entsorgt wird, können sie überleben.