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19.07.2019 13:00:34


Die getroffenen Massnahmen zeigen Wirkung

Medienmitteilung Nr. 5 - Trinkwasser mit Kolibakterien belastet

Weitere Informationen zur Medienmitteilung entnehmen Sie nachstehndem Dokument:

 

Medieninformation vom 8.7.2019 - Wasserverunreinigung Liestal

Daniel Spinnler, Stadtpräsident

Zuerst tut es mir persönlich leid, dass die Bevölkerung von Liestal und den benachbarten Gemeinden in den letzten Tagen Einschränkungen beim Trinkwasserkonsum erfahren musste – während Körperhygiene und Nutzung nach dem Abkochen möglich waren.

Entsprechend bin ich sehr erleichtert, zu hören, dass bisher kein Anstieg der Krankheitsfälle bei Spitälern und Ärzten eingegangen sind.

Die kantonalen Behörden haben Information nach der Erkenntnis umgehend an die Bevölkerung weitergegeben, um die Bevölkerung vor Freitagmittag zu erreichen.

Auch der Gemeindeführungsstab wurde sofort hochgefahren. Im Rahmen der Lageanalyse habe ich umgehend beantragt, dass der KKS die Ereignisbewältigung übernimmt. Die Situation war zu gross, überregional und komplex, um sie durch unsere Strukturen im Alleingang zu bewältigen.

Die Informationen sind in Absprache sämtlicher Gemeinden und dem KKS umfassend via Social Media, Zeitungen, Radio, Fernsehen (Tele Basel) sowie Einrichten einer Hotline und Swiss Alert erfolgt. Danach erfolgte neben laufender Kommunikation der Medieninformationen auch die Aufschaltung der FAQ.

Die Stadt Liestal hat folgende zusätzliche Massnahmen ergriffen: Hilfsbedürftige und ältere
Menschen wurden zusätzlich informiert, indem wir die Alters- und Pflegeheime Brunnmatt und Frenkenbündten, betreute Alterswohngruppen in Liestal sofort direkt angegangen sind
. Die Wohnbegleitung hat bei allen Bewohnerinnen und Bewohnern geläutet und informiert. Ebenfalls haben wir die Spitex gebeten, Betagte und Hilfsbedürftige zu informieren. Hierbei stehen wir weiterhin im Kontakt und haben positive Rückmeldungen erhalten. Schliesslich wurden die öffentlichen Brunnen ebenfalls markiert.

Weil wir nie alle erreichen können, sind wir darauf angewiesen, dass die Bevölkerung mithilft und sich gegenseitig informiert. Das hat m.E. gut funktioniert und ich danke der Bevölkerung, fürs Mitdenken und engagierte Weiterinformieren. Die Situation erscheint uns aktuell ruhig wie mir auch Gespräche mit verschiedenen Einwohnerinnen und Einwohnern gezeigt haben.

Zur Schadensabwehr gehört auch, dass wir die Verunreinigung so schnell wie möglich aus dem Trinkwasser haben. Die Wasserversorgung Liestal hat Tag und Nacht an der Ereignisbewältigung gearbeitet (Chlorierung, Messungen etc.); dafür ein herzliches Dankeschön.

Ich bin froh, dass wir bestätigt erhalten haben, dass wir zu keiner Zeit Kontaminationen in den Fassungen also Trinkwasserbrunnen und Quellen vorhanden hatten – d.h. das System der Wasseraufbereitung in den Fassungen hat jederzeit funktioniert.

Aktuell ist die wahrscheinlichste Arbeitshypothese zur Ursache: Die Kontamination ist eventuell auf Baustellen zurückzuführen – aktuell sind hierzu Abklärungen im Gange. Wir sind also weiterhin an der Ursachenklärung. Wir hoffen aber, dass bis Donnerstag Entwarnung gegeben werden kann.

Wir werden hierzu transparent weiterinformieren, das Ereignis konsequent aufarbeiten und auch unsere Lehren zum Fall ziehen.

Herzlichen Dank an den KKS und die involvierten Behörden, Brunnmeistereien und Personen, die uns unterstützt haben. Ein besonderer Dank von meiner Seite geht auch an die Wasserversorgung Liestal und RFS für die umgehende Krisenbewältigung und den grossen Einsatz seit letzten Freitag.

Schliesslich bedanke ich mich noch einmal ausdrücklich bei der Bevölkerung fürs Mithandeln, Weiterverbreiten der Informationen und vor allem für das entgegengebrachte Verständnis.


Dokumente Medienmitteilung_5_Trinkwasser-Verunreinigung.pdf (pdf, 26.0 kB)
Redetext_Daniel_Spinnler_Trinkwasser-Verunreinigung.pdf (pdf, 72.1 kB)


Datum der Neuigkeit 8. Juli 2019
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