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Olympischer Frühling von Carl Spitteler

17. Sept. 2019 - 3. Okt. 2019

Ort:
Carl Spitteler Denkmal Liestal
Rheinstrasse 28
4410 Liestal
Preise:
Einzel Eintritt: CHF 15.00
Lesepass: CHF 75.00
Organisator:
Verein Carl Spitteler
Kontakt:
Verein Carl Spitteler
E-Mail:
labouche@gmx.ch
Anmeldung:
http://grenzgaenger-luzern.com/
Website:
http://www.grenzgaenger-luzern.com


Inspiriert durch die Berg- und Seenlandschaft der Innerschweiz, schuf Carl Spitteler ein 20’000 Verse Epos im Umfeld der griechischen Götterwelt. Eine Fantasy Geschichte in 33 Episoden. Eine Fortsetzungs-Lesung an 15 Abenden. Auch Einzelbesuche möglich.

In seinem Epos "Olympischer Frühling" inspiriert durch die Innerschweizer Berg- und Seeenwelt setzt Spitteler die Götter der griechischen Antike als Hauptfiguren ein und lässt sie als tragische Helden gegen den sittlichen Zerfall der modernen Welt und gegen die Vereinnahmung durch die Massengesellschaft antreten. Wir nehmen das Jubiläum von Spittelers Epos zum Anlass um eine Intervention in Gang zu setzen mit dem Ziel, Passanten aus dem gewohnten Alltag zu reissen und sie an ein Stück Liestaler oder Schweizer Identität zu führen.

Das Projekt soll die Namensgebung von einem prominenten öffentlichen Ort der Stadt Liestal erklären und schafft dadurch Identität und Bindung. Es öffnet der Bevölkerung eine neue Perspektive auf einen vermeintlich bekannten Ort in ihrer Stadt und erinnert an einen in Vergessenheit geratenen Künstler und sein Kulturerbe. Durch die Bespielung der Denkmal-Anlage„Prometheus und die Seele“ inspiriert das Projekt über einen längeren Zeitraum Passanten, innezuhalten und einzutauchen in das Epos “Olympischer Frühling“. Es ist eine Aufforderung, sich Zeit zu nehmen und sich auf etwas Ungeplantes einzulassen. Es ist ein künstlerischer Eingriff, der an einem Ort des Vorbeiziehens zum verweilen lädt und schafft an einem öffentlichen Durchgangsort im urbanen Umfeld eine augenfällige Zone der Begegnung.

• Das Projekt macht die Passanten aufmerksam und informiert über ein aussergewöhnliches Werk, für welches der in Liestal geborene Autor Carl Spitteler hundert Jahre zuvor den Literaturnobelpreis erhalten hat.
• Die Intervention ist niederschwellig und der breiten Öffentlichkeit frei zugäng-lich. Man kann sich mehr oder weniger darauf einlassen. Durch den exponierten Standort am Quai und die zweiwöchige öffentliche Präsenz im Spätsommer kann ein breites Publikum erreicht werden.
• Die gesammelten Aufnahmen der 20-stündigen Lesung wird nach Beendigung des Projekts der Carl Spitteler Stiftung zur Verfügung gestellt werden.
 
Marathonlesung und Hörinstallation
Die Installation "Olympischer Frühling" macht mit verschiedenen Elementen die Gegensätze zwischen individuell empfundenem und erfundenem zwischen Augenblick und Vergangenem erlebbar:

Die 20-stündige Lesung erfordert ein ungewohntes Mass des "sich Zeit nehmens", für vergangenes. Andererseits erlaubt bereits die Teilnahme an nur einem Abend Einblicke in Spittelers Bildsprache. Die aufgezeichnete Lesung wird am nächsten Tag, zum Nachhören in den Hörstationen bereit gestellt. Man kann sich beispielsweise in Luzern anhören, was Spitteler vor 100 Jahren geschrieben hat, während man heute auf die Landschaft blickt, welche ihn damals inspirierte.

Die futuristische transparenten Kunststoff-Iglus, die die Orte möblieren und freien Blick auf Spittelers Inspirationslandschaft bieten stehen zwei Wochen lang den Passanten zur Verfügung und ermöglichen u.a. ein Eintauchen in die vorangegan-genen Lese-Abende.

Textausschnitt Olympischer Frühling: (S. 609)
Herakles bricht auf zu den Menschen:

„Genung, dass über meinem Blick der Himmel steht;
Getrost, dass eines Gottes Odem mich umweht.
Und wenn im Spiegel Torheit mich und Schwäche grüssen,
Ich nehms in Kauf; was tuts? Man wird es eben büssen.
Dummheit, ich reize dich! Bosheit heran zum Streit!
Lass sehen, wer da bändigt, welchen Zeus geweiht!“

Er riefs, warf seinen Trotz voraus die Erdenstrasse
Und folgte festen Trittes nach mit Ruh und Masse. ENDE

Biografien beteiligten Personen,

Walter Sigi Arnold, Sprecher
*in Altdorf, wohnhaft in Luzern.
Nach der Schauspielschule in Bern folgten verschiedene Engagements als Schauspieler an Theatern in Deutschland und der Schweiz und für die Luzerner Freilichtspiele. Zuletzt im Musiktheaterstück „Das Buch der Unruhe“ von Michel van der Aa im Luzerner Theater/ Lucerne Festival zu sehen. Mitwirkung in vielen Hörspielen von Radio DRS und diverse Auf-tritte beim Schweizer Fernsehen. Bekannt auch durch seine eigenen Leseprojekte u.a. „Odyssee“, „Anna Karenina“, „Michael Kohlhaas“, „Moby Dick“, „Novecento“, mit dem Mu-siker Albin Brun und mit „Der Tunnel“ von Friedrich Dürrenmatt, mit Bruno Amstad. 2008 erhielt er den Kunst- und Kultur- Anerkennungspreis der Stadt Luzern.

Bettina Glaus, Projektleitung
*in Brienz, wohnhaft in Luzern.
Inszeniert als freischaffende Regisseurin Theater, Tanz, Musiktheater und Performances. Sie arbeitete sowohl mit professionellen als auch mit nicht-professionellen Darstellern, aus allen Sparten. 2008 gründete sie in Luzern die professionelle Theatergruppe Grenzgänger, welche mit dem Premio Nachwuchspreispreis 2011 ausgezeichnet wurde. Sie bearbeitet Texte von Reto Finger, Rebekka Krichedorf, Nino Haratischwili oder Aristophanes, Regie-Projektassistenz u.a. für : Regina Heer, Peter Schweiger, Daniel Fueter, Tom Ryser, Lilliana Heimberg, Oper Schloss Hallwil, und die Luzerner Freilichtspiel. grenzgaenger-luzern.com

GRENZGÄNGER freie, professionelle Bühnenproduktionen Luzern
Seit 2008 entstehen in Luzern unter dem Produktionslabel Grenzgänger professio-nelle freie Produktionen auf Bühnen und im öffentlichen Raum. Das Label wurde von Bettina Glaus, Giancarlo Della Chiesa und Julian M. Grünthal (hat 2012 die Gruppe verlassen) gegründet. Die Grenzgänger befassen sich mit aktuellen, gesell-schaftlich relevanten Texten und Neuinterpretation. Diese werden in einer für Men-schen von heute verständlichen und erschwinglichen Form von Luzern aus erarbei-tet. Die Gastspiele der tragen Luzerner Kulturschaffen über die Kantonsgrenze hin-aus und schlagen Brücken zu anderen Regionen der Schweiz wie z.B. Bern, Basel, Zürich, Aargau, Zug, Schwyz, Stans.

www.grenzgaenger-luzern.com

19:30 | Mo,Di,Mi,Do,Fr,Sa
18:00 | So

Am Samstag, 21. September, findet keine Lesung statt.

Die Lesungen finden bei jeder Witterung draussen statt.
Die Hörinstallation ist von Mittwoch, 18. September, bis Samstag, 4. Oktober, öffentlich zugänglich.

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